15. Dezember 2009

Ann-Kathrin gut in Bolivien angekommen

Wir danken allen die in ihren Gebeten an die Reise von Ann-Kathrin gedacht haben. Sie ist planmäßig am 15. Dezember Vormittags (Deutschland ca. 16:00 Uhr) in Santa Cruz (Bolivien) angekommen. Wir waren so froh sie gesund und wohlbehalten umarmen zu dürfen. Anni hat das zweimalige Umsteigen in London und Miami als "leicht" empfunden und kam prima im Labyrinth der Flughäfen zurecht. Es ist einfach schön, als Familie wieder zusammen zu sein! Wir freuen uns auf die kommenden 4 Wochen, es gibt allerdings auch einige "heilke Themen" mit Anni zu besprechen.

1. Dezember 2009

Der Container ist unterwegs!

Am Dienstag den 1. Dezember ist der Container nun endlich auf die Reise nach Bolivien gegangen.

Die lange Verzögerung kam durch die Prüfung eines wesentlich günstigeren Angebots einer internationalen Spedition mit Zweigstelle in La Paz (Bolivien) zustande. Die Kommunikationsmöglichkeiten sind leider von uns aus so sehr eingeschränkt, daß sich der Auftrag für den Transport von Ende Oktober bis heute hingezogen hat.
Nun heißt es für alle unsere Freunde im Gebet mit an die sichere Ankunft zu denken!
Unser besonderer Dank gilt Peter und Margot Bercher, die zum bisherigen Gelingen einen ganz großen Teil beigetragen haben!
Jegliche Neuigkeiten hier an gleicher Stelle.

28. November 2009

Besuch auf einer Farm im Niemandsland

Am Mittwoch hatte Wolfgang die Gelegenheit einen guten Bekannten aus Santa Cruz auf seine Sojabohnenfarm zu begleiten. Nach 6 Stunden Fahrt, die meiste Zeit auf staubigen Erdwegen, sind sie dort angekommen. Die 1500 Hektar umfassende Farm liegt in der fruchtbaren Ebene des "Rio Grande" und gehört dort zu den kleinsten Unternehmungen. Das Klima ist heiß und feucht. Tatsächlich ist das Sojagebiet so weitläufig, daß man Stunden fährt um zur nächsten Farm zu gelangen.

Diese Einsamkeit und weite Entfernung zu Einkaufsmöglichkeiten zwingen zu einer ganz besonderen Wirtschaftsweise und Organisation. So bildet das Zentrum der Farm das "Campamento". Man ist auf Selbstversorgung eingestellt: ununterbrochen brummt ein großer Generator und es werden Schweine und Hühner gehalten, um die Versorgung der 30 bis 40 Arbeiter sicher zu stellen. Gearbeitet während der Ernte und Aussaatzeiten 24 Stunden am Tag in 2 Schichten. Die Männer werden gut versorgt aber dennoch hat jeder eine Kugel an Kokablättern in der Backe, sonst halten sie die Anforderung nicht aus.

Der Besitzer kommt alle 14 Tage hinaus und schaut nach dem Rechten. Ein Verwalter übernimmt die tägliche Anleitung der Arbeiter. Verglichen mit Deutschland ist der Maschienenpark pro Hektar klein. Die Unterhaltung der Maschienen wird durch die weite Entfernung und schlechten Wege sehr erschwert. Auch der Abtransport der Ernte (rund 10.000 Tonnen / Jahr) ist eine teure Angelegenheit. Trotzdem lohnt sich der Anbau unter diesen extremen Bedingungen.

Es war sicher nicht das letzte Mal, daß Wolfgang dort zu Besuch war!

16. November 2009

Überraschendes Wiedersehen

Am Sonntag Nachmittag steht sie plötzlich vor der Tür: unsere Marianela.
Im Arm trägt sie ihren 15 Tage alten Sohn Oscar. Begleitet wird sie von ihrem jetzigen Mann Bartolome und ihrer ersten Tochter Analena.

Wir haben uns sehr über diesen Besuch gefreut und daß sich der Lebensweg von Marianela stabilisiert hat, nachdem sie Mitte Mai 2008 "Hals über Kopf" das Kinderheim mit 15 Jahren verlassen hat. Sie möchte ihren Mann am Jahresende heiraten, der einer Arbeit als Nachtwächter nachgeht. Zusammen wohnen sie bescheiden als Grundstücksaufpasser einer reicheren Familie am Stadtrand von in Santa Cruz. Die stabielen Verhältnisse haben dazu beigetragen, daß Analena wieder zu ihrer Mutter aus dem Kinderheim entlassen wurde.
Es ist nicht ausgeschlossen, Bartolome nach Los Chacos zum arbeiten kommt, weil er auch Maurer ist und wir hier dringend einen Maurer bräuchten. Jetzt wünschen wir den beiden erst mal Gottes Segen für ihre Familie.

7. November 2009

Wasserrohrbruch

Gleich nach unserer Ankunft Ende Oktober in Los Chacos, ist die Wasserpumpe in unserem Wohnhaus ausgefallen. Kreischende Geräusche lassen auf einen Kugellager-Schaden schließen. Nachdem eine Ersatzpumpe besorgt war, ging es ans Austauschen. Dabei löst sich ein Wasserrohr und es ergießen sich 500 Liter Wasser unaufhaltsam auf den Zimmerboden. Es war Wolfgang nicht ersichtlich, daß der Auslaufstutzen des Vorratstanks bereits angebrochen, jedoch noch dicht war.


Auf den Fotos seht ihr wie Felix, der zur Zeit zu Besuch ist, und Wolfgang den Schaden beheben.

28. Oktober 2009

Wieder in Bolivien

Nach einer 35 stündigen, recht anstrengenden Reise sind wir wohlbehalten und mit allem Gepäck Mittwoch, 28-10-09 16:00 Deutsche Winterzeit in Los Chacos angekommen (in Bolivien war es minus 5h, also 11:00 Uhr Vormittags). Irgendwie ist unsere Seele aber noch unterwegs, denn wir können es schier nicht fassen, daß nun mit unserer Ankunft in Bolivien 9 Monate vorbei sind.

Tatsächlich ist das Empfinden zweigeteilt: auf der einen Seite einfach schön wieder hier, Zuhause zu sein, auf der anderen Seite spüren wir die Ohnmacht gegenüber den wiedrigen Umständen, an die wir uns jetzt erst wieder gewöhnen müssen: es ist heiß und feucht, tausende Fliegen, Käfer und Ungeziefer umgibt uns, Haus und Hof kommen einem dreckig vor und es gibt schon gleich Schwierigkeiten zu lösen. Wie also anfangen? Wir werden eine Zeit der Eingewöhnung brauchen. Somit gibt es genug Günde zum Danken, aber auch um mit Bitten vor den Herrn zu kommen. Wir danken herzlich für alle Gebete.

26. Oktober 2009

Klasse Auto zu verkaufen!


Kurz nach unserer Ankunft in Deutschland haben wir Anfang Februar einen Mercedes Benz PKW erstanden. Dieser 11 Jahre alte Wagen hatte erst 30.000 Km auf dem Tacho und sah wie neu aus. Inzwischen hat er uns 9 Monate einige Km gefahren und hat wie erwartet keinerlei Reperaturen oder sonstige Probleme betreitet. Wir müssen den Benz nun aber wieder verkaufen, denn auch wenn wir wollten, ins Handgepäck geht er nicht hinein! Wer kennt einen Käufer? Bitte helft uns den Wagen zu verkaufen, es ist ein echtes Schnäppchen.

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25. Oktober 2009

Auch in Karlsruhe wurden wir herzlich verabschiedet

Viele Freunde aus dem Karlsruher Raum nutzen die Gelegenheit und sind zu Gast im Gottesdienst bei unserer Gemeinde Treffpunkt Leben (TL) in Karlsruhe, wo wir auch herzlich nach Bolivien verabschiedet werden. In den letzten Monaten wurden wir von den Geschwistern aus TL so lieb aufgenommen und es sind neue Freundschaften entstanden.



Wegen unserer Wurzeln, die in Karlsruhe sind und wegen der Nähe zu Eltern und Verwandschaft, haben wir auch in diesem 3. Heimataufenthalt Karlsruhe als Wohnort ausgewählt. So war es auch für unsere Kinder leicht sich in den Schulalltag zu integrieren. Dabei haben wir, sofern wir nicht unterwegs waren, immer die Gottesdienste in TL besucht. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und viele Geschwister lieb gewonnen. Auch unsere Kinder waren immer Wilkommen und Thomas hat in seiner "Teens For God, TFG" Gruppe ganz toll Anschluß gefunden.
So wurden wir innerhalb der letzten 8 Tage quasi ein zweites mal mit viel Gebet, Gottes Segen und guten Wünschen bedacht. Auch Ann-Kathrin und ihre neuen Gasteltern, die gekommen waren, wurden mit einbezogen. Für so viel Zuwendung und Mitgefühl sind wir Gott von Herzen dankbar und fühlen uns mit allem nur denkbaren Rückhalt für unseren Dienst in Los Chacos ausgerüstet. Wir danken allen Geschwistern für ihre Hilfe und wünschen der Gemeinde ebenfalls Gottes Segen!

18. Oktober 2009

Gottesdienst mit Aussendung in Düsseldorf

Am Sonntag den 18. Oktober wurden wir in unserer Düsseldorfer Gemeinde in einem schönen Gottesdienst für unsere Aufgabe in Bolivien ausgesendet. Es war richtig schön im Kreise vieler "alter" Freunde so motivierende Worte zu hören. Für das neue Interesse der Gemeinde sind wir von Herzen Dankbar.

Wieso eigentlich Düsseldorf? Diese Frage lässt sich leicht beantworten: 1991 sind wir aus beruflichen Gründen von Karlsruhe nach Meerbusch (bei Düsseldorf) umgezogen und aktive Mitglieder der Baptistengemeinde Christophstrasse geworden. Als der Ruf in das Kinderheimprojekt in Bolivien konkrete Formen annahm, hat uns die Düsseldorfer Gemeinde im Oktober 1995 zum ersten mal ausgesandt. Dieses Mandat hat sie nun zum 3. mal erneuert. So sind wir schon 14 Jahre als Missionare der Christophstrasse in Bolivien, seit 10 Jahren im Kinderheim in Los Chacos. Dazu sind wir seit der ersten Ausreise Mitglieder der Vereinigten Deutschen Missionshilfe (VDM) mit Sitz in Bassum, die den gesamten formalen Anteil plus Spendenverwaltung für uns übernimmt.

So sind wir guten Mutes und danken herzlich für alle Unterstützung.

16. Oktober 2009

Container für Los Chacos (Fortsetzung)

In unserem Beitrag vom 23. Juli waren wir uns noch unsicher, ob wir einen Container für Bolivien laden sollen. Die Anzeige in der regionalen Bauernzeitung ist aber auf eine positive Resonanz gestoßen, sodaß wir uns für diesen Schritt entschieden haben und inzwischen schon fast fertig mit dem Beladen sind.

Ab Mitte August 2009 haben wir begonnen, die verschiedenen Dinge die uns angeboten wurden, zu sammeln. Zunächst waren das Angebote gebrauchter Melktechnik. Das herausragendste war sicher der 2000 Liter Milchtank, den wir am 21. September aholen konnten. Käuflich erworben haben wir eine gebrauchte Drehbank, eine Beregnungstrommel und am 10. Oktober ein Deutz Traktor mit Allrad und Frontlader. Seit 5. Oktober steht der Container bei unseren Freunden Peter und Margot auf dem Aussiedlerbauernhof in 75196 Remchingen-Singen. Ab dem 13. Oktober hat der zuständige Zoll die Beladung erlaubt.

Inzwischen hat sich ein Berg an Sachspenden angesammelt: Kleider, Haushaltswaren, Spielsachen, Werkzeug und alles Mögliche an Nützlichem, was man sich nur vorstellen kann. Im Bild sieht man schon den Traktor eingebettet im Container stehen, bis zu unserem Abflug am 27. Oktober soll der Container fertig beladen sein. Er wird dann per Schiff auf dem Reihn bis Rotterdam und weiter über Chile (Arica) nach Bolivien auf die Reise gehen.

Allen die sich daran bisher irgendwie beteiligt haben, möchten wir ganz herzlich danken. Wer noch helfen will, kann dies gerne tun: im Gebet (die größte Hürde wird der bolivianische Zoll) und mit Gaben (die Frachtkosten sind nicht unerheblich).