23. Juli 2009

Container für Los Chacos

Wir könnten in Remchingen-Singen (zwischen Khe und Pforzheim) einen Conatiner aufstellen und in aller Ruhe mit Hilfsgütern für das Kinderheim und die Landwirtschaft bis Mitte Oktober befüllen. Dabei befinden wir uns gerade in der Endphase der Entscheidungsfindung: welche landwirtschaftlichen Maschienen könnte man günstig oder gespendet bekommen? Was für Maschienen oder Geräte wären überhaupt sinnvoll? Wir haben deshalb eine Anzeige im BWagrar Bauernblatt geschaltet und sind gespannt. Euch bitten wir uns auch mitzuteilen, wenn ihr etwas zum mitgeben hättet. Möglich wären alle brauchbaren Geräte und Gegenstände, Werkzeug, Kleider, Fahrräder, Handwerkermaschienen und so weiter.
Die Transportkosten bis Chile (Arica) würden sich auf rund 2.000,- Euro belaufen. Den Container kauft man am besten (1.500,- Euro). Dann kommt die Fracht von Arica nach Santa Cruz mit ca. 700,- Euro und als "große Unbekannte" die Zollkosten dazu. Der Bolivianische Zoll erhebt auf alle Güter 35% Zoll. Wir würden die gesamten Kosten zunächst privat begleichen, und später dann prüfen, was durch die Landwirtschaft oder durch Spenden rückfinanziert werden könnte.
Bitte helft uns beim entscheiden: durch Beratung oder Mithilfe, Spenden oder Bedenken.
In Bolivien wurde Wolfgang bereits tatkräftige Hilfe von einem einheimischen Freund angeboten, der sich vor allem mit den Zollbehörden gut auskennt.

12. Juli 2009

Auf dem Rücken der Leute - Lastenträger

Unter dem Titel "Bolivien: Mehr als ein Rücken tragen kann" gibt es auf der Internetseite von Arte.tv eine 13 Minütige Reportage (auf Deutsch), die von den Lastenträgern an der Argentinisch / Bolivianischen Grenze im Grenzort La Quiaca berichtet. Einfach auf den Link klicken und ansehen.
Der Beitrag ist sehr lohnenswert und schildert nicht nur Eindrücklich die Situation dort in 3.500 Meter Höhe, sondern man kann die geschilderten Verhältnisse nach unserer Meinung auch auf die Gesamte Situation in Bolivien übertragen.

Noch ein Tip: wenn man mit der rechten Maustaste auf das Videofenster klickt, kann man unter dem Menüpunkt "Zoom" das Bild auf dem ganzen Bildschirm vergrößern (mit der Esc-Taste kann dies dann auch wieder Rückgängig gemacht werden).

9. Juli 2009

Neuigkeiten aus Bolivien

Désirée hat uns wieder ihren aktuellen Infobrief zugeschickt. Mit freundlicher Genehmigung möchten wir ihn hier für alle zum lesen bereitstellen. Désirée ist seit August 2008 in Los Chacos, zuerst als Lernhelferin und seit Januar 2009 als fleißige Helferin im Kinderheim.
Ihren Infobrief haben wir hier als ein 229 Kb "*.JPG Bild" hinterlegt.
Herzlichen Dank Desireé und für alle viel Spaß beim lesen!

17. Juni 2009

Bolivien Kalender

Diesen schönen Kalender haben wir in Bolivien für alle unserer Freunde und Unterstützer drucken lassen. Das Design hat Dorothea entworfen, die Fotos sind eigene Aufnahmen und zeigen Motive und Menschen rund um unsere Tätigkeit im Kinderheim, der Gemeinde und Landwirtschaft. Das besondere: er beginnt nun mit dem Monat Juli 2009. Wir haben schon viele Kalender bei den Besuchen unserer Freunde verteilt und bitten Dich, sich bei uns zu melden, wenn Du noch keinen bekommen hast.


12. Juni 2009

Gebetserhörung

Es ist für uns eine riesige Freude berichten zu dürfen, daß sich eine Gastfamilie für Ann-Kathrin mit dem idealen Profil gefunden hat. Alles deutet darauf hin, daß Ann-Kathrin in Weingarten (Baden) gut aufgehoben sein wird. Wenn es nun zu keinen Einwänden oder Zweifeln kommt, gehen wir davon aus, daß uns damit eine große Sorge genommen wurde. Gott ist treu (5. Mose 7, 9). Er verspricht: "Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen" (Psalm 50, 15). Ann-Kathrin wird nun vom 12. bis 14. Juni ein Wochenende dort verbringen, da sind wir sehr dankbar.

10. Mai 2009

Volontärstreffen

Am 9. Mai haben wir alle Volontäre, FSJ-ler und Praktikanten eingeladen, die in den vergangenen 10 Jahren bei uns in Bolivien geholfen haben. Obwohl nur ein Drittel der rund dreißig Leute den Termin wahrnehmen konnte, war es ein schönes Treffen. Wir haben uns ausgetauscht und neben "alten Zeiten" auch von den Neuen Entwicklungen gehört. Der Nachmittag ging viel zu schnell vorbei und am Abend gab es einen Vortrag über unsere Tätigkeit in Bolivien für alle Freunde und Interessierte in und um Karlsruhe. Für das Treffen und den Vortrag durften wir die Räume und Technik der Gemeinde "Treffpunkt Leben, TL" in Grünwinkel nutzen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an TL, an den Techniker Gerson :), an alle unsere Gäste und Helfer. Es war ein gelungener neunter Mai.



29. April 2009

Albtalstrasse

Während unseres Heimataufenthalts wohnen wir seit dem 1. Februar in Untermiete in Karlsruhe. Die schöne möblierte Wohnung hätten wir allerdings auf den 30. Juni räumen müssen. Nun hat uns der Vermieter einen weiteren Monat zugesagt. Darüber freuen wir uns ganz besonders und sind sehr Dankbar. Danach müssen wir noch den August bis Ende Oktober irgendwo unterkommen.
Im Bild sieht man die Abholung des Sperrmülls in unserer Straße; was da alles weggeschmissen wird!.
Appropos Sperrmüll: Wir wollen einen Container hauptsächlich mit Landwirtschaftlichen Maschienen auf die Reise nach Bolivien schicken. Da wird es auch Platz für allerlei Dinge geben die man hier wegschmeißt, aber im armen Bolivien noch gut gebrauchen kann.

31. März 2009

Bolivien im Instabilitäts Ranking vorne

Für den Zeitraum 2009/10 hat die "Economist Intelligence Unit" (Wirtschaftsanalyse Büro) der Wirtschaftszeitung "The Economist" aus England ihre Auswertung über die politische Instabilität von 165 Ländern vorgelegt. Die Punkteskala von 0 (kein Risiko) bis 10 (hohes Risiko) bewertet soziale Unruhen, die Einfluß auf die politische und wirtschaftliche Situation des jeweiligen Landes haben könnten.
Norwegen belegt mit 1,2 den besten, Zimbabwe mit 8,8 den schlechtesten Platz. Deutschland schneidet mit 3,8 auf Platz 150 immer noch gut im Bereich von "low risk" ab.
Bolivien nimmt dagegen den Platz 14 mit 7,7 Punkten klar im Bereich "very high risk" ein (dunkel rot).

Die gesamte Tabelle gibt es unter http://viewswire.eiu.comsite_info.asp?info_name=social_unrest_table&page=noads.
Die Grafik gibt es unter http://viewswire.eiu.comsite_info.asp?info_name=instability_map&page=noads


26. März 2009

Agression

Folgende Informationen sind aus Onlineartikel der Zeitungen „El Deber“, „El nuevo Dia“ und „La Razon“ zusammengestellt.
Am 7. März wurde das Haus von Víctor Hugo Cárdenas gestürmt. Es liegt im Departamento de La Paz, Provinz Omasuyos im Dorf Sankajahuira (nahe des Titicaca Sees). Die Agresoren wurden durch den Bürgermeister des Regierungsbezierks Achacachi, Eugenio Rojas, motiviert und haben sich bei der Aktion auf das neu geltende Recht („justicia comunitaria“) berufen. Es räumt den indianischen Komunen weitesgehende Rechtsfreiheit nach überliefertem Recht ein, und dies parallel zu den geltenden Gesetzen.
Dabei wurde die Wohnung ausgeraubt, zerstört, die Bewohner verprügelt und vertieben und das Haus besetzt. Die aufgebrachte Menge (500 Leute) wirft V. H. Cárdenas vor, er habe seine Verpflichtungen in der Dorfgemeinschaft vernachlässigt und habe sich nicht für die Provinz Omasuyos eingesetzt. Die Polizei (weder vom Dorf noch aus der nächsten Stadt) war nicht bereit die Familie zu schützen.
Cárdenas ist Aimara wie Morales und wae Vizepräsident 1993 bis 1997 von Bolivien unter Präsident Sanchez de Lozada und bildet derzeit Teil der Oposition von Evo Morales. Er hat vor der Volksabstimmung über die neue Verfassung für deren Ablehnung geworben.


Víctor Hugo Cárdenas

24. März 2009

Erfahrungen

"Regelmäßig unregelmäßig", so hieß der Kommentar von Robert Haase zur Abholzeit der Milch durch den Milchtanklaster. Nach 6 Monaten Bolivien kommt er zu folgender Aussage: "Wenn überhaubt etwas regelmäßig zu sein scheint in Bolivien, dann ist es die Unregelmäßigkeit, und hier gibt es wiederum kaum Aussnahmen, die die Regel bestätigen. Und wenn etwas Verbindlich ist: dann die Unverbindlichkeit."